Das maritime "Luechthuus" - Glossar
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Gaffel
(die)
Rundholz, an dem das viereckige Gaffelsegel mit seinem Oberliek angeschlagen
wird.
Gangbord
(der)
Geläufige Bezeichnung des Seitendecks zwischen Reling und Kajütaufbau
oder Cockpitsüll.
Gatchen
(auch Gattchen)
Kleines, meist mit einer Metallkausch eingefasstes Loch in Segeln oder Planen,
durch das Bändsel, Strecker oder Ähnliches gezogen werden können.
Gefahrenstelle
Jedes Hindernis, Objekt oder Zustand, das die Sicherheit der Schiffsführung
gefährdet. Solche Stellen werden in der Regel durch Kardinale Zeichen
bezeichnet.
geigen
Schaukeln des Bootes um die Längsachse, besonders vor achterlichem Wind.
Gennaker
(der)
Ein Kunstwort aus Genua und Spinnaker für ein leichtes Vorsegel an einem
Gennakerbaum, einer Stenge, die als einer Art Bugspriet aus dem Vorschiff
ausgefahren werden kann.
Genua
(die)
Eine große Fock für leichtere Winde. Sie zählt zu den Beisegeln.
Regatta-Yachten haben bis zu vier Genuas unterschiedlicher Größen
und Tuchstärken, die meist römisch beziffert werden. Also Genua
1, 11 USW.
Gewartetes
Leuchtfeuer
Leuchtfeuer, das aus großer Entfernung (von einer ständig besetzten
Betriebsstelle) mit Hilfe elektrischer Leitungen oder Funk überwacht
und betrieben wird.
Gewöhnliche
Reichweite
(eines Luft-Nebelschallsenders)
Abstand, bei welchem ein Beobachter auf der Brückennock bei Nebelwetter
eine Hörwahrscheinlichkeit von 50% hat, wenn er einem von der Kommission
für Schallsignale des Internationalen Seezeichenverbandes definierten
Störgeräusch ausgesetzt ist, welches gleich oder stärker als
das auf 50% der großen Handelsschiffe vorkommende Geräusch ist;
dabei wird angenommen, dass die Ausbreitung zwischen Schallsender und Beobachter
bei verhältnismäßig ruhigem Wetter und so erfolgt, als ob
keine Hindernisse vorhanden wären.
Gezeiten
Ebbe und Flut, entstehen durch die Anziehungskraft des Mondes. Ca. alle 6
Stunden wechseln Ebbe und Flut
GFK
Abkürzung für glasfaserverstärkter Kunststoff, das Baumaterial,
aus dem heute die meisten Jollen und Yachten hergestellt werden.
gieren
Seitliches Ausscheren eines Bootes aus seinem Kurs, besonders vor achterlichen
Seen.
Glasen
Das "Glasen"- Anzeige auf den Schiffen, wie lange die Wache noch
dauert. Eine Wache besteht aus 4 Stunden und ein Glasen ist eine halbe Stunde,
also 8 Glasen oder 4 Doppelschläge und du kannst Dich auf die Koje freuen,
denn dein Kamerad hat sie gerade eben zum Ablösen verlassen und somit
ist sie auch noch kuschelig warm.
Glattdecker
(auch Flushdecker)
Bootstyp ohne jegliche Decksaufbauten. Das Deck wird nur durch die Vertiefung
des Cockpits und eine flache Überdachung des Niedergangs unterbrochen.
Glockentonne
Bakentonne, die eine Glocke als Nebelschallsender trägt. Die Schläge
können unregelmäßig durch die Bewegung der Tonne entstehen
oder durch besonderes Schlagwerk regelmäßig erzeugt werden.
Glüb, Glieb
Schubnetz zum Fangen von Krabben per Hand
Goniometer
Gerät, welches das elektromagnetische Feld in der Nähe des Peilempfängers
nachbildet und durch Drehung eines Geräteteils eine Peilung ermöglicht.
Gräting
(die)
Gitter oder Rost zum Abdecken von Luken und als Auflage auf Cockpitböden
oder -bänken.
Grog
Getränk aus heißem Wasser mit Rum und Zucker
Gründung
- Fundamentunterbau (Pfähle, Caisson), schwimmende Gründung: generell
für Gründung im Wasser.
- Fundamentunterbau, unterer Teil eines Bauwerks, der die Verbindung zum tragfähigen Baugrund herstellt.
Gürtellinse
- Waagerecht um eine Lichtquelle angeordnete Glasringe mit Prismenquerschnitt,
die das Licht in horizontale Richtung brechen oder spiegeln, siehe Fresnel
- Horizontal ringförmig im eine Lichtquelle angeordnete Prismen. siehe Fresnel-Linse
-Durch die Weiterentwicklung seiner im Jahre 1822 vorgestellten Optik aus brechenden Polygonallinsen, kam J. A. Fresnel zur Gürtellinse. Um das Licht, das von einer Lichtquelle durch die Polygonallinsen gebündelt wird, über den ganzen Horizont sichtbar zu machen, mußte der Apparat in Drehung versetzt werden. Den gleichen Effekt, nämlich das durch eine Linse verstärkte Licht rundum sichtbar zu machen, erzielte Fresnel, indem er einen Glasmantel um die Lichtquelle anbrachte, der rundum den gleichen Querschnitt aufwies, wie die zuvor verwendeten Polygonallinsen. Im Prinzip das gleiche Verfahren, daß Bordier-Marcet bei seinem Sideral angewandt hatte. Gürtellinsen wurden für Optiken bis 1. Ordnung gebaut, wobei das Gros eher bei den kürzeren Brennweiten lag und liegt (Feste Feuer bei Hafenanlagen, Tonnen usw.).
Gut
(das)
Das gesamte Faser- und Drahttauwerk der Takelage eines Segelbootes, unterteilt
in "stehendes Gut" - dazu zählt die feste Verstagung des Mastes
mit Vorstag, Wanten und Achterstag - und "laufendes Gut". Dazu gehören
die Fallen zum Setzen der Segel und die Schoten zur Segelführung.