Das maritime "Luechthuus" - Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

Kape
- Sehr große Bake.

- Besondere Form von Bake. Hohes Balkengerüst charakteristischen Aussehens.

Kardioid-Strahlungsdiagramm
Peilempfang bei dem die Spannung am Empfängerausgang in Abhängigkeit von der Peilrichtung bei Darstellung in Polarkoordinaten eine Kardioide beschreibt.

Kat
1. Eine Takelung mit einem Mast und nur einem Großsegel, also ohne Vorsegel.
2. Gebräuchliche Abkürzung für Katamaran.

Katamaran (auch Kat)
Doppelrumpfboot mit einem Trampolindeck zwischen den Rümpfen (Strandkat) oder einer Brückenkonstruktion, auf der sich ein Deckshaus befindet und mit weiteren Räumlichkeiten in den Rümpfen (Fahrtenkat).

Kausch (die)
Eine ring- oder auch herzförmige Metall- oder Kunststoff Verstärkung für ein Auge.

Keep (die)
Rille, Hohlkerbe, Nut, Kerbe; beispielsweise im Baum zum Einziehen des Segels oder zwischen den Kardeelen von Tauwerk.

Kennung
- Der Verlauf der Lichterscheinung des Feuers in einem bestimmten, wiederkehrenden Rhythmus, gekennzeichnet durch den Wechsel von weißem und/oder farbigen Lichtschein und Unterbrechung (Pause) des Lichts.

- Kennzeichnender Verlauf der Lichterscheinung bei Leuchtfeuern, Festfeuer oder Taktfeuer.

- Meist wird der Begriff Kennung in Bezug auf die Lichterscheinung eines Leuchtfeuers verwendet. Aber auch die Form eines Leuchtturms oder seine charakteristische Farbgebung fällt unter den Begriff "Kennung". Ebenso die Anzahl, Anordnung, Aufeinanderfolge, Dauer, Farbe und Wiederkehr von Lichterscheinungen bei Leuchtfeuern.

- Das ein Schiffahrtszeichen kennzeichnende Merkmal, z.B. Form, Farbe, Anordnung, Symbol, Aufschrift, der ein Leuchtfeuer kennzeichnende Verlauf seiner Lichterscheinungen (zeitliche oder Farbänderungen oder beide); Aufeinanderfolge, Dauer und Frequenz von Schallwellen oder elektromagnetischen Wellen im nicht sichtbaren Bereich.

Kennung der Leuchtfeuer
- Festfeuer: Feuer dessen Licht einem Beobachter, der seinen Standort zum Feuer nicht verändert, ununterbrochen und gleichmäßig erscheint.
- Taktfeuer: Ein in kennzeichnendem Rhythmus aufleuchtendes Feuer mit regelmäßiger Wiederkehr.
- Unterbrochenes Feuer: Feuer mit regelmäßig wiederkehrenden Unterbrechungen, als Einzelunterbrechungen oder Gruppen von Unterbrechungen.
---Der Schein muß länger als die Unterbrechung sein und mindestens 2 sec dauern.
- Gleichtaktfeuer: Feuer mit Unterbrechungen, bei denen Scheine und Verdunkelungen von gleicher Dauer sind. Der Schein muß mindestens 1,5 sec dauern.
- Blinkfeuer: Feuer mit regelmäßig wiederkehrenden Lichterscheinungen, deren Pause länger als die Lichterscheinung ist, als Einzelblinke oder Gruppen von Blinken.
---Die Lichterscheinung, der Blink, muß mindestens 2 sec scheinen.
- Blitzfeuer: Feuer mit regelmäßig wiederkehrenden Lichterscheinungen, deren Pause länger als die Lichterscheinung ist, als Einzelblitze oder Gruppen von Blitzen.
---Die Lichterscheinung, der Blitz, darf höchstens 0,7 sec dauern.
- Funkelfeuer: Feuer mit regelmäßig wiederkehrenden sehr kurzen Lichterscheinungen, und zwar mit mindestens 60 Lichterscheinungen (Funkel) je Minute,
---dauernd oder mit Unterbrechungen.
- Wechselfeuer: Feuer, das weiße oder farbige Scheine, wechselnd mit Scheinen einer anderen Farbe zeigt.
- Mischfeuer: Feuer, das eine aus den verschiedenen vorstehend aufgeführten Lichterscheinungen und Farben gebildete Kennung zeigt.

kentern
Umkippen eines Bootes, nachdem es den Kenterpunkt überschritten hat. Alle Schwertboote können kentern.

kentersicher
Ein Kielboot, dessen Ballastanteil so hoch ist, dass es sich auch dann wieder aufrichtet, wenn es vom Sturm platt aufs Wasser gedrückt wird, ist kentersicher. Fälschlich auch als "unkenterbar" bezeichnet.

Ketsch
Yacht mit Großmast und Besan, der innerhalb der Konstruktionswasserlinie steht.

Kiel
Ursprünglich nur der unterste Längsverband des Rumpfes. Allgemein jedoch die Bezeichnung der Kielflosse mit dem Kielballast.

Kielschwein
Eine innen auf dem Kiel liegende Verstärkung, auch Binnenkiel genannt.

Kielschwerter
Ein Boot mit einem flachgehenden Kiel und einem zusätzlichen Schwert, das durch den Kiel hindurchgeführt wird.

killen
Flattern der Segel.

Kimm (die)
1. Seemännische Bezeichnung für den Horizont.
2. Die stärkste Krümmung des Bootsrumpfes.

Kimmtiefe
Winkel, den die durch einen Punkt oberhalb des Meeresspiegels (Feuerhöhe) gelegte Waagerechte (scheinbarer Horizont) und ein von diesem Punkt zum Meereshorizont (Kimm, natürlicher Horizont) verlaufender Lichtstrahl einschließt.

Kimmstringer
Längsversteifung im Rumpf, die an der Kimm sitzt, das heißt dort, wo der Bootsboden in die mehr oder minder senkrechte Bordwand übergeht.

Kinken (die)
Eine in sich verdrehte Leine hat Kinken. Aus den Kinken treten = jemand aus dem Wege gehen.

Klampe (die)
Eine doppelarmige Knagge aus Holz, Metall oder Kunststoff zum Belegen von Leinen.

Klappläufer
Die einfachste Art einer Talje mit einer Kraftersparnis von 2: 1.

Klinker
Beplankungsart, bei der die einzelnen Plankengänge dachziegelartig überlappen. Sie wird gelegentlich in Kunststoff imitiert.

Klirrfaktor
Maß für Verzerrungen bei akustischen oder funktechnischen Übertragungen

Klotzboje
Vorwiegend bei Eisgang verwendete Tonne, die besonders robust gebaut ist. Ursprünglich aus massivem Holz (Klotz) hergestellt.

Klüse
Eine Öffnung in Bordwand oder Schanzkleid zum Durchführen von Leinen, besonders der Ankerkette (Ankerklüse).

Klüver (der)
Dreieckiges Vorsegel, das vor der Fock gefahren wird und auf einem Kutter zu den Haupt- oder Arbeitssegeln zählt.

Knarrpoller (der)
Einfache Winsch ohne Hebel zur Übertragung geringer Kräfte (Fockschot auf Jollen), meist aus Kunststoff.

Knickspanter
Boote, deren Rümpfe einen eckigen Querschnitt haben. Es kann ein einfacher oder ein doppelter Knickspant sein. (Gegensatz: Rundspanter.)

Knoten (kn)
Nautische Geschwindigkeitsbezeichnung für Seemeilen pro Stunde. Der Ausdruck stammt von der Markierung der Logleine des alten Handlogs mit Knoten.

Kohlenblüse
siehe Blüse

Köm
Schleswig-Holsteinischer Ausdruck für Kümmelschnaps

Koker (der)
Allgemeine Bezeichnung für Gehäuse, Köcher. Beispielsweise heißt die wasserdichte Durchführung für den Ruderschaft Ruderkoker.

Kopf
Die obere Ecke eines Segels, an der man das Fall anschäkelt.

Kopfschlag
Beim Belegen auf einer Klampe wird das letzte Ende so über Kreuz gelegt, dass es sich bekneift.

Krängung
Schräglage (eines Bootes).

kreuzen
Mit Zickzack-Kurs auf ein Ziel in Windrichtung zusegeln.

Kugeltonne
Tonne, deren oberer Teil des Schwimmkörpers (über der Wasserlinie) oder deren größerer Teil des Aufbaus kugelförmig ist.

kurzstag
Beim Ankerlichten wird die Kette so weit eingehievt, dass sie keinen Durchhang mehr hat.

Kutter
Yacht mit einem Mast und mindestens zwei Vorsegeln (Fock und Klüver).



Home - E-Cards - Gästebuch - E-Mail