Das maritime "Luechthuus" - Glossar

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Pall (das)
Sperrklinke an einem Zahnkranz, beispielsweise an einer Ankerwinsch, um ein Ausrauschen der Kette zu verhindern.

Pallen
Mehrzahl von Pall, aber auch Hölzer zum Abstützen des Bootes im Winterlager. Den Vorgang selbst bezeichnet man als aufpallen.

Pantry
Die Küchensektion an Bord. Auf kleinen Yachten meist nur aus Kocher, Spüle und Schrankraum bestehend.

Parabolspiegel
- Vom Brennpunkt ausgehende Lichtstrahlen werden als parallele Strahlen reflektiert, von Lavoisier 1765 für Scheinwerferspiegel entwickelt.

- Schalenförmiger Hohlspiegel, von dessen Brennpunkt aus die Strahlen einer Lichtquelle parallel nach außen reflektiert werden.

Patenthalse
Unfreiwilliges Halsen, verursacht durch Unaufmerksamkeit des Rudergängers oder starkes Gieren oder Rollen des Bootes. Auf Jollen kann sie leicht zum Kentern führen, auf schweren Kielyachten zu Bruch in der Takelage.

Patentreff (auch Rollreff)
Die Segelfläche wird verkleinert, indem man das Tuch auf den Baum wickelt.

Peilen zur Ortsbestimmung
Im Wasserbau, Richtungsbestimmung vom eigenen Standort zu einem entfernten Punkt. In der Funktechnik, Bestimmung der Richtung in der sich eine Funkstelle befindet.

Persenni(n)g (die)
Eine wasserdichte Abdeckplane für die Segel, das Cockpit oder das ganze Boot.

Pesel
Die "Gute Stube" in alten Friesenhäusern.Sie zeugt für die hohe Wohkultur der Halligfriesen. Man kann daran ermessen, wie reiche Halligleute vor 250 Jahren lebten.

Petroleum-Glühlicht
siehe Auer

Petroleum-Dochtlampe
siehe Argand

Pharisäer
Abgesanter, auch friesisches Nationalgetränk: 5 cl braunen Rum in die Tasse, 3 Teelöffel Zucker darin auflösen und mit heißen Kaffee aufüllen. Alles mit einer Sahnehaube abdecken.

Piek (die)
Ecke, Spitze. Die äußersten spitzen Enden einer Yacht heißen dementsprechend Piekräume - Vor- und Achterpiek.

Pinne (auch Ruderpinne)
Waagerechter Hebelarm am Kopf des Ruderschaftes, oft klappbar. Gelegentlich wird das Steuern auch als pinnieren bezeichnet.

Plattgatter
Bootstyp mit einer breiten glatten Spiegelplatte, über die das Ruder gefahren wird. (Gegensatz: Spitzgatter.)

Plicht (die)
Seltenere Bezeichnung für das Cockpit, der Vertiefung im Deck, in der die Crew, die Besatzung, sitzt.

Poller (der)
Starker, kurzer Pfahl aus Holz, Metall oder auch Stein zum Festmachen von Leinen an Land. Auch die kleineren Versionen an Deck heißen Poller. Man unterscheidet, je nach Form, einfache, Doppel-, Kreuz- und Doppelkreuzpoller.

Polygonallinse
Aus einer Einzellinse und einzelnen, konzentrisch angebrachten, geraden Prismen bestehende Linse. Die ersten Anregungen und Versuche, eine plankonvexe Linse in konzentrisch verlaufende Zonen zu unterteilen und damit die Geamtmasse zu verringern, gingen von Comte Buffon im Jahre 1748 aus. Er schlug vor, die Linse aus einem Stück zu schleifen. Condorcet im Jahre 1773 und Sir D. Brewster im Jahre 1811 stellten theoretische Überlegungen zum Bau einer aus konzentrisch angeordneten und abgestuften Linsenringen bestehenden Linse an. Als Brenngläser gedacht, fand keine dieser Konstruktionen Eingang in die Leuchtfeuertechnik. Erst Jean Augustin Fresnel verwandte für seine im Jahre 1822 konstruierte Optik diese Zinsenkonstruktion. Da die Technik des Schleifens optischer Gläser noch in den Kinderschuhen steckte, war Fresnel gezwungen, diese ersten Linsen als Polygonallinse (aus geraden Prismenstücken aufgebaut) auszuführen.

Porren
mundartlich für Krabben

Präzisonssektorfeuer
- Lichtkanone mit hoher Lichtstärke nach Kino-Projektionsverfahren, modernste Entwicklung der è Leitfeuer

- Leitfeuer mit weitreichenden, scharf begrenzten Leit- und Warnsektorenstrahlen, die mit einem projektorähnlichen Apparat erzeugt werden.

- Leitfeuer mit einer speziellen Konstruktion, um bei großer Lichtstärke scharf abgegrenzte Sektoren zu erhalten.

Praktischer Schwellenwert (des Auges)
Für ein punktförmig erscheinendes Signallicht die Mindestbeleuchtungsstärke in lx am Auges eines Beobachters in einer Ebene senkrecht zur Beobachtungsrichtung, die gewährleistet, dass ein dem Beobachter unbekanntes Lichtzeichen unter den in der Praxis jeweils gegebenen Beobachtungsverhältnissen im Gesichtsfeld aufgefunden und - auch der Farbe nach - erkannt wird.

Preventer
Backstag (s. dort).

Propellerbrunnen
Ausschnitt im Kiel, Skeg oder Ruderblatt, in dem der Propeller dreht.

Pricke
- Junger mit Ästen versehener Baum oder Baumzweig, der in den Grund gesteckt wird und zur Fahrwasserbezeichnung, besonders im Wattgebiet dient.

- besenartiges Seezeichen im flachen Wasser zum Teil aus Birken oder Tannenholz zum Kennzeichnen der Fahrrinne

Priel
Wasserlauf innerhalb einer Insel, Hallig oder im Wattenmeer. Führt bei Flut das Wasser zu, bei Ebbe das Wasser ab

Prismenkorb
Bezeichnung für eine große Fresnel-Linse.

Propangas-Glühlicht
siehe Auer

Punsch
heißer Tee mit Korn, Rum oder Köm (Kümmelschnaps)

Pütting (das; auch Rüsteisen)
Beschlag, mit dem die Wanten am Bootsrumpf befestigt sind.

pullen
Seemännische Bezeichnung für rudern.



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