Das maritime "Luechthuus" - Glossar
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Radar
Funkortungssystem zum Messen von Entfernung und Richtung eines Objektes durch
Vergleich eines Bezugszeichens mit einem Funkzeichen, welches vom Ortungsobjekt
reflektiert oder ausgelöst wird.
Radarbake,
Racon, Ramark
Schiffahrtszeichen als ortsgebundene Funkempfangs- und -sendeanlage, die,
durch empfangene Radarwellen angeregt, automatisch andere Radarwellen mit
Kennung aussendet und damit auf dem Radarbildschirm eines Schiffes den Standort
der Anlage kennzeichnet.
Radarreflektor
Schiffahrtszeichen oder Teil eines Schiffahrtszeichens, das Radarwellen in
die Richtung optimal reflektiert, aus der sie einfallen.
raumen
Eine günstige Winddrehung mehr nach achtem. (Gegenteil: schralen.)
Redundanz
Vorhandensein von mehr als einem technischen Mittel, um eine bestimmte Funktion
sicher zu erfüllen. Die verschiedenen technischen Mittel brauchen dabei
nicht notwendigerweise gleichartig zu sein. Ein vollständiger Funktionsausfall
darf nur dann auftreten, wenn diese technischen Mittel insgesamt versagen.
Ree
Kommando beim Wenden, bei dem das Ruder nach Luv, die Pinne dementsprechend
nach Lee gelegt wird.
Reep
(das)
Bezeichnung eines abgemessenen Endes für einen bestimmten Verwendungszweck.
Beispielsweise das Bojereep oder Taljereep.
reffen
Ein Segel verkleinern.
Reichweite
- Dasselbe wie Tragweite für Leuchtfeuer bedeutet die Reichweite für
auditive und funktechnische Schiffahrtszeichen. Dabei sind zu berücksichtigen:
Die ausgestrahlte Leistung, die Ausbreitungsdämpfung, die Bedienungen
am Sende- und Empfangsort und die Empfängerempfindlichkeit.
- Größter Abstand, in dem eine Aussendung von elektromagnetischen Wellen im nicht sichtbaren Bereich oder von Schallwellen unter Berücksichtigung der ausgestrahlten Leistung, der Ausbreitungsdämpfung, der Bedingungen am Sende- und Empfangsort und der Empfängerempfindlichkeit ausgewertet werden kann.
Reitbalken
Eine quer übers Cockpit laufende Strebe, auf der der Traveller läuft
und unter die man beim Ausreiten des Bootes die Füße haken kann.
Reling
(auch Seereling oder populärer Seezaun)
Ums Boot laufendes Drahtgeländer, gehalten von Relingstützen. Als
Fußreling werden auch Leisten oder Schienen an der Außenkante
des Decks bezeichnet, die verhindern sollen, dass man mit den Füßen
abrutscht.
Repsold-Laterne
Eine technische Weiterentwicklung der Argand-Lampe durch den Hamburger Mechaniker
und Spritzenmeister Johann Georg Repsold (1770 - 1830).
Reverbere
- Lampe mit Parabolspiegel
- (französ.; réverbèrie = Reflektor an einer Lampe.) Im Seezeichenwesen früher die Bezeichnung für eine Leuchte, bestehend aus einem Metallspiegel, meistens Paraboloidspiegel, der mit der zugehörigen Petroleumlampe eine Einheit bildete. Die Lampe war zum Spiegel so angeordnet, dass ihre Flamme in seinem Brennpunkt stand und ihr Gaszylinder den Spiegel durchdrang.
Reverberen-Leuchtapparat
Alte Leuchtfeuereinrichtung mit mehreren Parabolspiegeln und Argand-Lampen.
Revierzentrale
Betriebsstelle der für die Sicherheit und für den reibungslosen
Schiffsverkehr in einem bestimmten Seebereich, Hafen oder Flußlauf verantwortlichen
Verwaltung. Die Überwachung und Steuerung der unbemannten Leuchtfeuer
wird als wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Schiffahrt auch in der Revierzentrale
wahrgenommen.
Anlage,
meistens ist eine Landradarzentrale integriert, die mit Fachpersonal ständig
besetzt ist, das für einen bestimmten Abschnitt einer Wasserstraße,
Reviert, folgende Dienste ausführt:
- Informationsdienst, der sich auf die generelle Fahrwasser- und Verkehrssituation
bezieht,
- Navigationsunterstützungsdienst, der Schiffen in schwierigen neteorologischen
oder navigatorischen Umständen helfen soll und
- Verkehrsregelungsdienst, der die zukünftige Verkehrsentwicklung betrifft
und möglicherweise entstehende gefährliche Situationen durch vorausschauende
Maßnahmen verhindern soll.
- Seezeichenüberwachung im Revier mit Hilfe einer Fernwirkanlage bzw.
der Landradaranlage (Positionsüberwachung der Betonnung). Als Übermittlungsträger
zur Schiffarht wird der Revierfunk benutzt.
Richtbaken
Baken, die zu zweien durch Deckpeilung oder zu mehreren durch Symmetriewirkung,
eine Linie auf See oder im Fahrwasser bezeichnen.
Richtfeuer
- Feuer , die als Ober- und Unterfeuer in Deckpeilung im allgemeinen einen
Kurs (Richtfeuerlinie) bezeichnen.
- Feuchtfeuer, die zu zweien durch Deckpeilung oder zu mehreren durch Symmetriewirkung eine Linie auf See oder im Fahrwasser bezeichnen.
Richtfeuer(linie)
- Zwei oder mehr Feuer zur Bezeichnung einer Linie im Fahrwasser, meist eine
Kombination aus zwei hintereinander in unterschiedlicher Höhe (Ober-
und Unterfeuer) angeordneten Feuern, die übereinander stehen müssen,
wenn man auf der richtigen Linie fährt.
- Zur Navigation benutzte Kurslinie, die durch Peilung von Baken oder Leuchtfeuern entsteht. Die Richtlinie wird durch eine Oberbake/ein Oberfeuer und eine Unterbake/ein Unterfeuer gebildet. Nur au dieser Linie werden die Baken/die Feuer senkrecht übereinander gesehen.
Richtfunk
Funkverkehr von Punkt zu Punkt mit Hilfe von Richtfunkantennen.
Richtlinie
(bei Richtfeuern auch Richtfeuerlinie)
Von der Navigation benutzte gerade Linie, die durch Deckpeilung von Baken
(Richtbaken) oder Feuern (Richtfeuern) oder durch Funk entsteht.
Richtungsbezeichnung
Bezeichnung eines Punktes oder einer Fläche durch Kardinale Zeichen,
die durch Kennung, Toppzeichen und gegebenenfalls auch Feuer angeben, in welcher
Himmelsrichtung sie zu der bezeichneten Stelle liegen.
Riemen
Seemännischer Ausdruck für "Ruder", mit denen nicht gerudert,
sondern gepullt wird.
Rigg
(das)
Moderne Bezeichnung für Takelage. Sammelbegriff für Masten, Bäume,
stehendes und laufendes Gut. Entsprechend wird eine Yacht "geriggt"
oder "aufgeriggt".
Ringdeich
Deich, der eine Warf umschließt
Ringelgans
kleine Gänseart mit dünnen weißen Halsring, die in Nordsibirien
brüten und auf Ihrem Zug in die Wintergebiete im Wattenmeer Rast machen.
Rippen
furchenartige und wellenförmige Strukturen des Wattbodens und der Strände;
durch fließendes Wasser , wellen und Wind hervorgerufen.
rollen
Die aus Schlingern und Stampfen zusammengesetzte Bewegung einer Yacht im Seegang.
Roring
(der)
Ring, besonders am Ankerschaft zum Befestigen der Kette oder Leine.
Rott
Fäulnis und Gammeln durch Feuchtigkeit.
Ruder
Seemännischer Ausdruck für "Steuer", auch "Rohr"
genannt. Verballhomung des flämischen Roer. Man steuert mit dem Ruder.
Jollen haben meist einen Steuermann, Yachten dagegen einen Rudergänger.
Ruderblatt
Der unter Wasser befindliche Teil des Ruders.
Rüböl
- Gewonnen aus Samen einer rapsähnlichen Pflanze, siehe auch Argandsche
Lampe
- Dieser alte Brennstoff wurde aus dem Samen von Raps und Rübsamen durch Auspressen gewonnen.
Rüsteisen
Pütting (s. dort).
rund
achtern
Kommando beim Halsen zum Schiften des Segels.
Rundspanter
Boote, deren Rümpfe einen runden Querschnitt haben. Er kann sehr schmal
oder auch extrem breit sein. (Gegensatz: Knickspanter.)
Rutscher
(auch Schlitten)
Gleitschuh am Vorliek eines Segels, der in der Gleitschiene an der Rückseite
des Mastes läuft.