Das maritime "Luechthuus" - Glossar
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Saling
(die)
Waagerechte Strebe am Mast, die im oberen Bereich die Wanten abspreizt, um
eine bessere Mastverspannung zu erzielen.
Salzgehalt
im Wattenmeer schwankt der Salzgehalt je nach Süßwasserzufuhr.Im
Küstenbereich kann er im Winter bis auf 1,5% herabsinken, im Sommer liegt
er bei 2,7 - 3,3% .
Deshalb sind Watttiere in der Lage, starke Schwankungen im Salzgehalt zu ertragen.
Salzgras
salzliebende Salzpflanze
Salzsieden
Wirtschaftsepoche auf den Halligen und Inseln.Salz war Konservierungsmittel,
besonders für Fische, ein außerordentliches Handelsobjekt.
Es wurde salzhaltiger Torf abgetragen und verbrannt, die Asche ausgelaugt
und wieder eingedampft. Es entstand Meersalz, das exportiert wurde.
Ende des 18. Jahrhunderts endete das Salzsieden, als die Lüneburger Salinen
entdeckt wurden.
Salzwiese
außendeichs aufwachsenes Grünland mit nur hier wachsenden und salzliebenden
Gräsern und Pflanzen.
Sandbank
Sandanhäufung im flachen Meer.
Sandwich-Bauweise
Zwischen zwei Deckschichten aus Kunststoff wird ein Kein aus PVC-Hartschaumstoff,
Balsa- oder Bootsbausperrholz eingeschlossen. Das ergibt, bei großer
Steifheit des Bootskörpers bzw. Decks, ein nur geringes Gewicht und gute
Isolation.
Schäkel
(der)
Durch Schraub- oder Steckbolzen verschließbare Metallbügel unterschiedlicher
Größen und Stärken, um stark beanspruchte Teile an Bord miteinander
zu verbinden. Beispielsweise den Anker mit der Kette oder das Fall mit dem
Segel.
schamfilen
Scheuern, reiben.
Schandeckel
Die äußere an die Bordwand anschließende Decksplanke.
Schanzkleid
Eine Erhöhung der Bordwand über das Deck hinaus. Auch die häufig
auf seegehenden Yachten anzutreffende Verkleidung der Seereling mit Segeltuch
wird als Schanzkleid bezeichnet.
Scheinwerferoptik
Stufenlinse aus einer Mittellinse und ringförmigen Linsen mit gemeinsamen
Brennpunkt zum Bündeln des erzeugten Lichts.
scheren
1. Ein Ende durch einen Block, ein Auge oder eine Leitöse führen.
2. Im Sinne von "laufen". Ein Schiff schert aus dem Kurs.
Schiffahrtszeichen
Anlage als visuelles Zeichen mit oder ohne Einrichtungen zum Erzeugen und
Aussenden von Lichtzeichen, Schallzeichen und Funkzeichen für die Sicherung
und Erleichterung des Schiffsverkehrs sowie für den Schutz der Wasserstraße
und von Anlagen an der Wasserstraße oder auf der Hohen See. Im Seegebiet
auch Seezeichen.
schiften
Den Baum von einer Seite auf die andere nehmen.
Schlag
Die zwischen zwei Wendemanövern beim Kreuzen zurückgelegte Strecke.
Schlick
vom Meer angeschwemmter Boden, der sich bei Ruhiger See im Wattenmeer ablagert.
schlingern
Das seitliche Schaukeln eines Schiffes im Seegang, also eine Drehbewegung
um die Längsachse.
Schot (die)
Leine zum Regulieren der Segelstellung. Entsprechend Fockschot, Großschot
oder Spinnakerschot.
Schothorn
Die hintere untere Ecke eines Segels.
Schotring
Ein runder Bügel am Großbaum, an dem die Schot angreift.
Schott
(das)
Querwände, möglichst wasserdichte, in Schiffen. (Mehrz.: Schotte.)
Scherzhafte Bezeichnung für "Tür" ("mach das Schott
dicht").
schralen
Eine ungünstige Winddrehung mehr nach vorne. (Gegenteil: raumen.)
schricken
Etwas fieren. "Einen Schrick in die Schot geben."
Schwell
(der)
In Häfen hineinstehende schwache Dünung. Von vorbeifahrenden Schiffen
verursachter Wellenschlag.
Schwellwert
des Auges
Im Seezeichenwesen ist nur der Praktische Schwellenwert des Auges von Bedeutung
(siehe dort).
Schwert
Senkrecht in einem Schwertkasten steckende Platte auf Jollen, die beim Segeln
der seitlichen Abdrift entgegenwirkt. Es gibt Steckschwerter und drehbar gelagerte
Senkschwerter.
Schwimmendes
Seezeichen
Seezeichen, das schwimmt und durch Verankerung an einer bestimmten Stelle
ausliegt, z.B. Feuerschiff und Tonne.
Schwimmstange
Am Grund beweglich (ohne Kette) verankerte hölzerne Stange, eventuell
mit zusätzlichen hölzernen Auftriebskörper; in der Ostsee früher
auch als Waker, Steuder oder Fusen bezeichnet.
Schwimmende
Pricke
Pricke, die wie eine Schwimmstange verankert ist; in der Ostsee früher
auch als Wethe bezeichnet.
schwojen
Das Pendeln eines Bootes um seinen Anker oder seine Muring, hervorgerufen
durch Wind oder Strom.
Seefeuer
- Festgegründetes Feuer zur Ortung von See aus.
- Ein festgegründetes Leuchtfeuer, das zur Navigation auf See als Hauptortungspunkt
dient.
Seegras
Blütenpflanze, die im Wattenmeer wächst. Sie bildet Seegraswiesen,
indem viele Kleintiere und Kleinfische leben. Sie ist Hauptnahrung der Ringelgans.
Es gibt 2 Arten. Seegras wurde früher nach Trocknung als Polstermaterial
für Möbel und Matratzen verwendet.
Seehund
an das Leben im Wattenmeer angepaßte Robbe.
Seehundsbank
Bezeichnung der den Inseln und Halligen seewärts vorgelagerten Sandriffe.
Bei normalem Wasserstand liegen sie trocken und werden von den Seehunden zum
sonnen genutzt.
Von den nordfriesischen Häfen aus finden Ausflugsfahrten zu den Seehundsbänken
statt.
Seelaterne
Laterne, die für den speziellen Einsatz auf einer Leuchttonne ausgebildet
ist.
Seemeile
(sm)
Sie ist 1852 m lang. Das entspricht der Länge des 60. Teiles eines Längengrades,
also einer Längen- oder Meridianminute, am Äquator. In der Seefahrt
werden alle Entfernungen in sm angegeben.
Seezeichen
Im Seegebiet eingesetztes Schiffahrtszeichen. Oft auch allgemein für
Schiffahrtszeichen benutzt.
Seezeichendienst
Bezeichnung für den Teil des Öffentlichen Dienstes eines Staates,
der mit dem Seezeichenwesens betraut ist.
Seezeichenfahrzeug
(auch Seezeichenschiff)
Schiff, mit dessen Hilfe Arbeiten an Seezeichen ausgeführt werden können,
oder das zum Material oder Personaltransport, für Betrieb und Unterhaltung
von Seezeichen dient.
Seezeichenversuchsfeld
siehe Wasser- und Schiffahrtsämter
Seezeichenverwaltung
Verwaltungsbehörde oder öffentlich rechtliche Anstalt für das
Setzen und Betreiben (Bau, Betrieb und Unterhaltung) der Seezeichen eines
Staates. In Deutschland heute in die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des
Bundes integriert, die nach Artikel 89 des Grundgesetzes die Bundeswasserstraßen
verwaltet.
Seezeichenwesen
Planung, Betrieb und Unterhaltung von Seezeichen.
Sehschärfe
Der kleinste Winkel, unter dem neben- und übereinander liegenden Punkte
von einem Auge noch getrennt wahrgenommen werden können. Er beträgt
etwa 1'.
Seitenbezeichnung
Bezeichnung eines Fahrwassers durch Laterale Zeichen, die durch Form, Farbe,
Kennung des Leuchtfeuers und gegebenenfalls Toppzeichen die Steuerbord- oder
Backbordseite oder die Mitte desselben angeben. Steuerbord und Backbordseite
ergeben sich aus der festgelegten und bekannt gemachten Bezeichnungsrichtung
des Fahrwassers. Das ist die Hauptrichtung einer Hafenzufahrt, eines Flussgebietes
oder eines Wasserweges von See kommend. Sie wird mit den Nachbarländern
abgestimmt.
Sektor
Durch technische Mittel erzeugter Bereich eines Leuchtfeuers, Teil eines Kreises
mit der Lichtquelle als Mittelpunkt, durch Kennung der Lichterscheinung (Dauer,
Rhythmus, Farbe) als Navigationshilfe benutzbar.
Sektorfeuer
- Feuer mit je nach Sektoren unterschiedlichen Kennungen.
- Leuchtfeuer mit Sektoren, die allgemeine Informationen über den Seebereich enthalten, oft auch mit Leit- und Warnsektoren.
- Leuchtfeuer, das Sektoren verschiedener Kennung über die verschiedenen Teile des Horizonts zeigt, die für die Navigation von Bedeutung sind.
Setzbord
Der erhöhte Rand des Cockpits als Schutz gegen überkommendes Wasser.
Auch Waschbord genannt.
Sichtweite
Größter Abstand der Lichterkennung bei normaler atmosphärischer
Durchlässigkeit, in Abhängigkeit von der Erdkrümmung (alte
Definition der Lichterkennung bis in das 20. Jahrhundert, neu = Tragweite)
Größter
Abstand, aus dem ein Schiffahrtszeichen eben noch über die Kimm gesehen
werden kann. Abhängig von Feuerhöhe und Augenhöhe des Beobachters.
geographisch Größter Abstand, aus dem ein Ziel, z.B. Seezeichen,
unter Berücksichtigung der Erdkrümmung und der Strahlenbrechung
in der Atmosphäre bei bestimmter Augenhöhe des Beobachters über
den Horizont gesehen werden kann.
meterologisch Der horizontale Abstand in Kilometern am Tage, in dem bei gleichmäßig
getrübter Atmosphäre der Kontrast zwischen einer ausreichend großen
Sichtmarke und dem Horizonthimmel als Hintergrund gleich dem Kontrastschwellwert
des Auges ist. Die Sichtmarke muß also gerade erkennbar sein.
Sichtwert
der Luft
Quotient aus der Beleuchtungsstärke, die ein Licht im Abstand von 1 sm
auf einer Ebene senkrecht zur Beobachtungsrichtung erzeugt und der für
ungetrübte Atmosphäre von gleichen Licht in gleichem Abstand nach
dem photometrischen Entfernungsgesetz errechneten Beleuchtungsstärke.
Skeg
(der; engl.)
Deutsche, aber wenig gebräuchliche Bezeichnung "Ruderleitflosse",
auch "Kiel-" oder "Ruderhacke". Ein "Totholz"
vor dem Ruderblatt, das günstigere Anströmverhältnisse schafft
und dadurch eine bessere Ruderwirkung erzielt.
Skipper
Der "Kapitän", das heißt, der verantwortliche Führer
einer Yacht, im Gegensatz zum Besitzer, der Eigner genannt wird.
Slup
Yachttyp mit Großsegel und einem Vorsegel. Die am meisten verbreitete
Takelung.
sm
Abkürzung für Seemeile oder nautische Meile entspricht 1,852 km
Spant
(das; Mehrz.: Spanten)
Die Quer- und Längsrippen eines Schiffes. Der Kunststoff-Bootsbau kommt
weitgehend ohne sie aus. Längsspanten werden auch Stringer genannt.
Speigatt
Öffnungen im Schanzkleid oder in der Fußreling zum Wasserablauf.
Spiegel
Der Abschluss des Hecks. Ist er einwärts geneigt, spricht man von einem
einfallenden Spiegel, bei Neigung nach auswärts entsprechend von einem
ausfallenden.
Spiegeldrehfeuer
Mehrere auf einem Drehgestell abgeordnete Lampen. Die Kennung des Leuchtfeuers
entsteht durch die Drehgeschwindigkeit und die Anzahl der Lampen.
Spierentonne
Tonne, deren sichtbarer Teil die Form einer Spiere (Stange) hat.
Spinnaker
(auch Spi)
Ein leichtes, bauchiges, lose ("fliegend") an einem Baum gefahrenes
Vorsegel für Kurse mit raumem und achterlichem Wind. Benannt mitunter
auch nach dem Schnitt. So etwa der Starcut (Sternenschnitt), bei dem die Tuchbahnen
strahlenförmig von den drei Ecken zur Mitte verlaufen.
Spitztonne
Tonne, deren sichtbarer Teil die Form eines Kegels mit der Spitze nach oben
hat.
spleißen
Das dauerhafte Verflechten von Tauwerk. Entweder um zwei Enden miteinander
zu verbinden oder um ein Auge zu bilden.
Spring
Zusätzliche Festmacheleinen zu der Vor- und Achterleine, die eine Bewegung
des Bootes in der Längsrichtung verhindern. Die Vorspring verläuft
vom Vorschiff schräg nach hinten, die Achterspring vom Achterschiff schräg
nach vorne.
Springflut
Tide mit maximalem Tidenhub bei Voll und Neumond.
Sprung
Der Verlauf der Deckslinie, der auf Yachten nur selten waagerecht ist. Liegen
Bug und Heck höher als der Mittelteil des Rumpfes, hat das Boot einen
positiven Sprung, verläuft die Deckslinie umgekehrt, einen negativen
Sprung.
Stag
(das)
Drahttauwerk zum Abstützen und Versteifen der Masten nach vorne und achtern.
- Über Stag gehen, dasselbe wie wenden.
Stack
Ein quer zur Flußrichtung des Wassers aufgeschütteter Damm zur
Stromregulierung.
stampfen
Das Schaukeln eines Schiffes in der Längsrichtung, also um die Querachse,
bei gegenanlaufender See.
Stander
1. Für bestimmte Zwecke fertig gespleißtes Drahtende, z. B. der
Bojenstander.
2. Kurze dreieckige Flagge (Vereinsstander), im Gegensatz zum Wimpel, der
auch dreieckig, aber lang und schmal ist.
Standerschein
Die Berechtigung zum Führen des Club- oder Vereinsstanders.
Stange
Senkrecht in den Grund gesteckte Spiere, die als Tagesseezeichen dient.
Steuerbord
(Stb)
In Fahrtrichtung gesehen die rechte Seite eines Bootes. Rechts.
Steven
Vorderer und hinterer Abschluss des Bootsrumpfes, entsprechend Vor- und Achtersteven.
Stevenrohr
Die Durchführung der Propellerwelle durch den Bootsrumpf.
Streckbug
Beim Kreuzen der Bug, über dem man die längeren Schläge machen
kann, weil der Wind nicht genau vom Ziel her weht.
Stringer
Versteifung des Bootsrumpfes in Längsrichtung (s. Spanten).
Störfeldstärke
/ Störpegel
Maß für die Stärke eines unerwünschten Signals, welches
dem Nutzsignal übergelagert ist.
Streckbug
Beim Kreuzen der Bug, über dem man die längeren Schläge machen
kann, weil der Wind nicht genau vom Ziel her weht.
Stringer
Versteifung des Bootsrumpfes in Längsrichtung (s. Spanten).
Stumpftonne
Tonne, deren sichtbarer Teil ganz oder annähernd die Form eines stehenden
Zylinders hat. Die obere Fläche ist abgeplattet (stumpf).
Sturmflut
Naturereignis. Besonders hohe Flutberge. Wenn der Wind in der deutschen Bucht
lange und stark aus Südwest weht, drückt er das Wasser an die Nordseeküste.
Dreht er dann schnell auf West oder Nordwest, so treibt er noch mehr Wasser
zusammen. Sturmfluten kommen am meisten im Herbst oder Frühjahr vor,
wenn die Stürme am stärksten sind.
surfen
Das "Reiten" auf dem Vorderhang einer Welle, bei dem die konstruktionsbedingte
Rumpfgeschwindigkeit weit überschritten werden kann. Alle Gleitjollen
können ins Surfen kommen, aber auch moderne Hochseerennyachten.