Das maritime "Luechthuus" - Glossar

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Tageskennung
Form und/oder Anstrich und/oder Aufschrift eines Leuchtfeuers (meist Leuchtturm). Anstrich in den im Seezeichenwesen üblichen Farben rot, weiß, schwarz, grün und gelb bzw. in Farbzusammenstellungen und -anordungen.

Tagesmarken
Unbeleuchtete Tagesseezeichen.

Tagesseezeichen
Künstliches oder natürliches Orientierungszeichen, das durch seine Form und Farbe aus seiner Umgebung eindeutig erkennbar ist. Es ist in der Seekarte eingetragen und in einem Verzeichnis für Seezeichen aufgeführt.

Takelage
Sammelbegriff für Masten und Bäume, stehendes und laufendes Gut. Modernere Bezeichnung: Rigg.

Takelung
Die Art und Weise, wie ein Boot getakelt oder geriggt ist: Slup, Kutter, Ketsch usw.

Taktfeuer
Feuer mit kennzeichnendem Rhythmus der Lichterscheinung.

Tamp(en)
Die beiden Enden einer Leine (seemännisch: eines Endes).

Tauchung
Winkel, den die durch einen Punkt oberhalb des Meeresspiegels (Feuerhöhe) gelegte Waagerechte (scheinbarer Horizont) und ein von diesem Punkt zu einem beliebigen Punkt au dem Meeresspiegel innerhalb der Kimmweite verlaufender Lichtstrahl einschließt.

Teepunsch
heißes Getränk aus leichtgesüßtem, dünnen Tee und Kümmelschnaps, wird aus kleinen Tassen getrunken.

Terminal
Endbeschlag an Drahttauwerk. Es gibt verschiedene Arten von Klemmen und Pressen, um Terminals haltbar auf dem Draht anzubringen. Augterminals sind Walz- oder Gewindeendstücke mit eingeformtem Auge.

Thermoskop
Instrument zum Nachweis von Temperaturunterschieden.

Tide
englisch: tides, Einheit von Ebbe und Flut = Gezeiten.

Törn
1. Eine Segelfahrt. 2. Ein ungewollt in eine Leine eingedrehtes Auge. Eine vertörnte Leine = unklare Leine.

Toggle
Kniegelenk. An beiden Seiten gabelförmiges Verbindungsstück zwischen Wantenspanner und Pütting.

Tonfrequenz
Elektrische Schwingungen, die im Hörbereich des menschlichen Ohres liegen.

Tonne
- Im Binnenland oft als Boje bezeichnet, schwimmendes Seezeichen zur Markierung von Fahrwassern, Untiefen, Wracks usw. Unterschiedliche Formen und Farben dienen zur Kennzeichnung.

- Verankerter, rotationssymmetrischer Schwimmkörper, manchmal auch mit Aufbau, mit Kennung durch Form und Farbe, auch kombiniert mit Feuer, Aufschrift und/oder mit Toppzeichen. Oft auch als Boje bezeichnet, was unter Fachleuten als unprofessionell gilt.

- Schwimmendes, verankertes Schiffahrtszeichen. Es kann an Form, Farbe, Aussehen, Toppzeichen, Kennung oder einer Kombination dieser Mittel erkannt werden.

- Bezeichnung von "schwimmenden Seezeichen". Je nach ihrer Form bezeichnet man sie als Baken-, Spieren-, Spitz-, Stumpf-, Kugel- oder Fasstonnen. Unter den Bakentonnen gibt es wiederum Heul-, Leucht- und Glockentonnen.

Tonnenhof
Anlage für Wartung, Unterhaltung, Reparatur und Lagerung von Tonnen, die nicht auf Position ausliegen. Ein Tonnenhof umfasst außerdem Büros, Werkstätten und andere Einrichtungen. Wird auch Bauhof genannt.

Tonnenleger
Seezeichenfahrzeug, das für den vorwiegenden Einsatz zur Bearbeitung von Tonnen gebaut und ausgerüstet ist.

Topp
Spitze des Mastes.

Toppnant
Aufholer für den Spinnakerbaum.

Toppzeichen
- Körper oder Gebilde auf einem Seezeichen. Dient zur besonderen Kennzeichnung oder bei gleichartigen Seezeichen zu ihrer Unterscheidung. Es darf die charakteristische Form des Seezeichens nicht beeinträchtigen.

- Auf Baken oder Tonnen (landfesten und schwimmenden Seezeichen) angebrachte besondere Kennzeichen. Beispielsweise Kegel, Ball, Zylinder, Rhombus etc.

Torfeuer
Zwei Leuchtfeuer, mit gleicher Feuerhöhe, gleicher Lichtstärke und gleicher Kennung, die zu beiden Seiten der Fahrwasserachse, rechtwinklig zu ihr, einander genau gegenüber und von ihr gleich weit entfernt angeordnet sind. Sie bezeichnen mit einem zweiten Torfeuerpaar durch Symmetriewirkung die Mitte des Fahrwassers.

Trägerfrequenz
Hochfrequenz Schwingung, auf die eine Schwingung niederer Frequenz aufmoduliert ist.

Tragweite
- Größte Entfernung der Lichterkennung in Abhängigkeit von der Lichtstärke und dem Sichtwert (= atmosphärische Lichtdurchlässigkeit), Nenntragweite, wie Tragweite aber mit festgelegtem Sichtwert.

- Größte Entfernung, aus der ein Feuer gesehen werden kann, abhängig von der Lichtstärke das Feuers, der atmosphärischen Lichtdurchlässigkeit und Beleuchtungsstärke am Beobachtungsort. Die Nenntragweite ist definiert als Tragweite bei homogener Atmosphäre und einer (meteorologischen) Sichtweite von zehn Seemeilen.

- Größte Entfernung, aus der ein Leuchtfeuer unter Berücksichtigung der Lichtdurchlässigkeit der Atmosphäre und der Beobachtungsbedingungen gesehen werden kann.

- Größte Entfernung, aus der ein Feuer gesehen werden kann. Sie wird durch die Lichtstärke des Feuers, den atmosphärischen Durchlässigkeitsfaktor und die Schwellenbeleuchtungsstärke am Beobachterauge bestimmt.

Trailer
Ein- oder doppelachsiger Bootsanhänger. Bis zu einer Achsbelastung von 375 kg kann er ungebremst sein, darüber hinaus muss er eigene Bremsen haben.

Transmissionsgrad von Farbfiltern
Bezeichnung der Reflektions- und Absorbierungsverluste im Leuchtfeuer durch einen Farbfilter.

Trapez
Ein auf Gleitjollen oben im Mast befestigter Draht mit einem Gurt, in dem sich der Vorschotmann weit nach Luv aus dem Boot hängt, um als "lebender Ballast" die Stabilität zu erhöhen.

Traveller (engl. Laufkatze)
Genaugenommen der Schlitten, an dem der Großschot-Fußblock auf einer Schiene oder einem Rohr gleitet. Inzwischen aber hat sich die Bezeichnung für die gesamte Einrichtung eingebürgert, die dem besseren Trimm des Großsegels dient.

Trimaran (auch Tri),
Dreirumpfboot mit einem großen Mittelrumpf, in dem sich die Kajüte befindet, und zwei kleineren Auslegerrümpfen.

trimmen (der Trimm)
Alle Maßnahmen, die ein Boot schneller machen und sein Seeverhalten verbessern.

Trolley (der)
Leichter von Hand zu ziehender Bootstransportwagen, um Jollen über eine Rampe oder am Strand zu slippen.

Trysegel (sprich: Trei-)
Ein kleines dreieckiges Segel aus schwerem Tuch. Es wird bei Sturm anstelle des Großsegels mit losem Fußliek gefahren.

Tübbung
Gußeisener Ring, meistens mehrteilig, von bis zu 1,5 m Höhe. Die einzelnen Tübbingsegmente haben an den Rändern nach innen liegende Flansche, die maschinell derart bearbeitet sind, dass beim Zusammenbau ein genauer Ring entseht. Alle Flansche werden durch Schrauben miteinander verbunden.



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