Das maritime "Luechthuus" - Glossar

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Warft
Wurt, Warb, Werf, Werft, Warf, ( je nach niederdeutscher Sprachregion). Kommt vom Zeitwort "werfen" ,künstlich "aufgeworfene" Erdhügel..
In der Anfangszeit waren es niedrige Fluchthügel, etwa 2-3 m hoch. Die ersten derartigen Anlagen konnten auf das 3.Jh. v. Ch. Datiert werden.
Später wurden die bis 7 m hohen Erdaufschüttungen zu Wohnhügeln ausgebaut und dienen auf den Halligen zum Schutz gegen Sturmfluten.
Die "neueren" Anlagen von Warfen begannen in der Zeit um Christi Geburt und wurden bis zur im 11. Jh. Beginnenden Eindeichung der Menschen fortgeführt.
Die jüngste Warf ist die Neupeterswarf auf Langeneß (1891-96 errichtet) , die größte mit 3 ha. Ist die Hanswarf auf Hooge, sie beherbergt 15 Häuser.

Want (das; Mehrz.: Wanten)
Das stehende Gut rechts und links vom Mast. Kleine Boote haben nur ein Wantenpaar, größere Yachten mehrere (Topp-, Ober- und Unterwanten).

Wantenspanner
Spannschrauben verschiedener Konstruktionen, die Wanten und Püttings (Rüsteisen) miteinander verbinden. Auf Jollen werden häufig nur Wantenhänger verwendet (Lochbänder mit Steckbolzen).

Waschbord
Erhöhter Rand des Cockpits (s. Setzbord).

Wasser machen
Ein Schiff leckt, ist undicht.

Wasser-Nebelschallzeichen (WNS)
Auditives Schiffahrtszeichen, bei dem der Träger des Schalls das Wasser ist. Früher häufig als Wasserschallsignal bezeichnet. Als Sender dient ein unter Wasser angeordneter elektrischer Membransender oder eine Glocke, deren Schlagwerk durch Pressluft angetrieben wird. An oder unter dem Benutzer-Schiff ist ein besonderer Empfänger notwendig.

Wasser- und Schiffahrtsämter
In Deutschland liegt die Zuständigkeit für Notwendigkeit, Technik und Betrieb der Schiffahrtszeichen gemäß Wasserstraßengesetz (§34) bei der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes, die dem Bundesverkehrsministerium unterstellt ist. Die Wasser- und Schiffahrtsdirektionen im gesamten Bundesgebiet sind für größere geographische Bereiche zuständig (WSD Nord in Kiel z.B. für den Bereich von Helgoland bis zur Obermündung). Die Wasser- und Schiffahrtsämter regeln den Betrieb und die Unterhaltung der Schiffahrtszeichen. An der deutschen Nord- und Ostseeküste und den Zufahrten zu den deutschen Seehäfen gibt des elf WSÄ. Jedes WSA hat außerdem Außenbereiche, Bauhöfe mit Außenstellen und Betriebsstellen (z.B. Revierzentralen). Zentralfachliche Aufgaben im Seezeichenwesen werden vom Seezeichenversuchsfeld in Koblenz wahrgenommen.

Wasserstraßenverkehrstechnik
Derjenige Zweig des Ingenieurwesens, de sich mit der Sicherheit, Leichtigkeit und Leistungsfähigkeit des Verkehrsablaufs auf Wasserstraßen einschließlich der Hohen See befasst. Sie bedient sich entsprechender Betriebsverfahren, Systeme, Anlagen und Einrichtungen, insbesondere der Schiffahrtzeichen.

Wattwurm
typisches Wattenmeertier. Ringelwurm, kommt hauptsächlich im Mischwatt vor, z.T.in großer Anzahl.Typisch die "Spagetti" Kothaufen und Freßtrichter. = Sandwurm.

Wegerung
Die innere Verkleidung des Rumpfes. Sie dient hauptsächlich der Isolation.

wegrieren
Eine Verstärkung des Ausdrucks fieren (s. dort).

wenden
Mit dem Bug durch den Wind gehen.

Wiederkehr (eines Taktfeuers)
Zeit vom Eintritt einer bestimmten Taktkennung bis zum Wiedereintritt der nächsten gleichen Taktkennung.

Winsch
Mit einer Kurbel oder elektrisch zu bedienende Winde (Schotwinsch, Fallwinsch, Ankerwinsch).

Wippfeuer
Feuer, das durch eine mechanische Vorrichtung regelmäßig auf und nieder bewegt wird.

Wirbelschäkel
Schäkel mit einem drehbaren Auge oder drehbar verbundene Doppelschäkel.

Wirkungsgrad (von Leuchten)
Auch als Gütewert bezeichnet. Ein Faktor für die Berechnung der Lichtstärke einer Leuchte. Er ist abhängig von der Beschaffenheit der Optik und der Lichtquelle. Eine genau gearbeitete Optik, die von einer Lampe mit gedrängt gebautem Glühkörper und gleichmäßiger Flächenleuchtdichte voll ausgeleuchtet wird, hat einen besseren Wirkungsgrad als eine ungenau gearbeitete Optik, die von einer Lampe mit sperrigem Glühkörper und ungleichmäßiger Flächenleuchtdichte ausgeleuchtet wird. Der Wirkungsgrad liegt zwischen 0,1 und 0,85, er lässt sich für eine bestimmte Leuchte nur durch eine lichttechnische Messung genau bestimmen.

Wrack
Schiff oder wesentliche Teile davon, die treiben, untergegangen oder gestrandet sind. Wird gegebenenfalls durch Seezeichen als Gefahrenstelle gekennzeichnet.

Wrackbezeichnung
Gesamtheit der Seezeichen zur Bezeichnung eines Wracks.

wriggen,
auch wricken Ein Ruderboot mit einem Riemen am Spiegel durch schraubenartige Bewegung vorwärtsbewegen.



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