| Pacific-Coast 2003 |
Eine Leuchtturmtour
in Californien, die sich dann doch bis Oregon und Washington ausdehnte.
WA-North Head bis CA-Point Loma
10.Tag
San Luis Obispo - Point Conception - Santa Barbara
Übernachtung in Ventura
Der
Tip vom Harbor Patrol Man war klasse. So sind wir um 5:00 Uhr aufgestanden,
waren dann mit die ersten am San Luis Harbor und konnten den Sonnenaufgang
über den Bergen sehen. Der "Water-Taxi" -Mann kam dann kurz
nach 7:00am und sagte, daß noch welche zum Leuchtturm wollten. Tour
geht um 9:00am los.
So sind wir noch frühstücken und voller Erwartung wieder zu ihm
zurück. Das "Water-Taxi" hat einen vernünftigen Motor
und somit waren wir schnell um die Steinmole rum am "Point San Luis".
Wegen erwähnten Privatbesitz konnte er nicht ganz dicht ranfahren,
aber die Entfernung war voll in Ordnung zum fotografieren.

Der Turm selber ist natürlich wieder nicht in Betrieb. Ein Scheinwerfer
auf einer Plattform hat die Tätigkeit übernommen. Sagte ich eigentlich,
daß das hier Mode zu sein scheint.....
Das tat aber unserer Freude keinen Abbruch, denn wir hatten ja das Lighthouse
ablichten wollen.
Auf der Rückfahrt erklärte er uns noch so einiges über die
Mole, die Felseninsel und die Sealion.
Das Ganze hat uns dann schlappe 8$ pro Person gekostet. Das war doch mal
echt günstig !!!

"Point
Arguello" ist scheinbar auch nur ein Scheinwerfer und steht auf einer
Air Force Base.
Den haben wir uns geschenkt.
Da
ich aber nicht alle aufgeben wollte hatte ich mir jetzt noch in den Kopf
gesetzt den Turm "Point Conception" zu sehen. Wir hatten mittlerweile
von mehreren Leuten erfahren, daß er auf Privatgelände steht
und "Out of Puplic" ist.
Das Gelände soll eine riesige Farm sein und ich dachte man könnte
jemanden dort ganz nett mal fragen....
In einer Generalstabskarte war nicht mal eine Straße in der Nähe.
Also sind wir die einzige Straße bis runter an die Küste gefahren.
Dort habe ich mal über die Klippen geschaut und das Nebelhorn bereits
in der Ferne gehört. Nach einer Peilung mit GPS und Seekarte wußten
wir wo wir waren. (Ich liebe die Technik wenn es funktioniert...)
Ein wenig die Straße weiter runter (eigentlich entfernten wir uns
jetzt vom Turm) gibt es einen Campingground und State Park. Die sehr nette
Rangerin am Eingangshäuschen bestätigte den Privatgrund und, daß
der Turm an der Coast Guard Sation steht. Auf unsere Frage, ob man am Strand
dort hingehen könne bekam sie große Augen und fragte nach. Man
könne ihn vom Strand aus fotografieren. (Sie meinte allerdings ganz
weit aus der Ferne...)
Mit ein wenig Überredungskunst mußten wir auch nicht die 6$ Parkgebühr
bezahlen. Denn wir wollten ja nur den Leuchtturm fotografieren. Und für
1 ½ Stunden und den Stempel aus dem "Store" (wenn man was
kauft) konnten wir halt so parken.
Wie soll man diese Geschichte jetzt erzählen ????
Evtl. darauf hinweisen, es nicht nachzumachen, oder Hinweise geben wie man
es besser macht ???
Ich denke jeder sollte es (soweit er dort hinkommt) selber ausprobieren.
Hier unsere Geschichte:
11:45am
Schuhe aus, Kurze Hose an, Fotoausrüstung in den Rucksack und los
Was ist das schön !!!! Herrlicher (breiter, flacher und langer) Strand.
Direkt in der Brandung ist der Sand am besten zum Laufen. Und nach etwa
3/4mi kommt die erste Ecke.
Da sieht man den Turm ganz weit hinten an den Felsen kleben.
Das Nebelhorn ist zu hören und nun sollte man sein Tele rausholen,
ein paar Fotos machen und sich danach in den Sand setzen....... ENDE der
Geschichte....
Ach nö...
Wir sind natürlich weitergestiefelt. Wir wollten den Turm ja richtig
sehen.
Wir kürzen die Geschichte jetzt etwas ab:
Schöner Strand (auf langen Strecken vorhanden), tolle Steilküste
(nicht so dicht rangehen / kommt immer was runter) mächtig viel Algen
(Teilweise muß man Berge davon übersteigen), spitze Felsen (wir
Deppen waren ja ohne Schuhe), mächtig viel Wind vom Meer (2/3 der Strecke)
und nicht zu vergessen die unheimlich starke Ölverschmutzungen !!!!!!
Unsere Füße sind noch nicht wieder sauber (auch nicht nach 3
Tagen). Kurze Info zwischendurch: Es sind einige Bohrtürme vor der
Küste und das Wasser ist sehr voll (der Strand natürlich auch)
mit Schwerölplacken. Teilweise mußten wir uns echt konzentrieren
um bei unserem Marsch die Sandstellen zu treffen. Aber irgendwie trifft
es einem dann doch (spätestens in den Algenfeldern)
Naja. Und wenn man die Strecke geschafft hat muß man nur noch kurz
um einen Felsen durchs Wasser um an den letzten Strand zu kommen und dann.....
Nix. Blick auf den Felsen von "Point Conception", ein paar Hütten
und Strommasten oben auf dem Felsen, aber kein Lighthouse zu sehen.
Und mächtig windig ist es an der Ecke auch....
1/2mi vorher war ein Punkt, wo die Steilküste mal unterbrochen war
und hier ging direkt mal ein Weg nach oben.
Das Schild "No Tres......" konnte mich jetzt auch nicht mehr aufhalten.
Anja blieb aber wie immer vor dem Schild und somit am Strand zurück.
Ein Kuhtrampelpfand (ich lasse jetzt die Probleme bei nackten Füßen
und Diesteln, Dornen und steinigen Asphalt jetzt mal aus / hat aber am Ende
schon ein wenig wehgetan) ging hinauf auf die Klippen. Privatbesitz hin
oder her ich wollte den Turm jetzt sehen. Aber egal wie weit ich auch wanderte.
Er schaute nicht hervor. Die kleine (steinige) Zufahrtstraße habe
ich gefunden und wurde am Ende durch ein großes Tor von der Coast
Guard aufgehalten (wieder diese Schilder "No Tres....") Hier war
ich ein klein wenig eingeschüchtert. Deshalb bin ich dann über
die bewachsenen Dünenfelder gelatscht. Immer dort wo der ehemalige
Zaun der Coast Guard mal stand. Der Turm war immer noch nicht zu sehen.
Am Ende stand ich an der Steilküste und hörte das Nebelhorn. Um
den Turm dann wirklich zu sehen bin ich dann doch auf das Gelände gegangen.
Er klebt wirklich auf einem Plateau am Felsen und ist nur aus der Ferne,
von oben, oder von meiner Stelle aus zu sehen.
Ich hatte die Fotos und das war schon ganz klasse.

Anja erzählte mir dann (sie war mächtig durchgefrohren von dem
Wind / Trotz strahlender Sonne - Die dann auch nix mehr bringt) später,
daß ich noch gut eine ¾ Std. unterwegs war.
Wir mußten noch zurück. Und waren dann um 4:15pm zurück.
Jede Strecke ist etwa 5mi lang. Hat ein paar "kleine" Hindernisse
und ist evtl. nicht für jederman. Vor allen Dingen muß man sich
auch überwinden mehrere Verbotsschilder zu überwinden.
Über unsere Ölflecken an den Füßen haben wir bereits
geschrieben, der Muskelkater war ok, die Blasen hielten sich in Grenzen,
aber wir Deppen haben die Sonne unterschätzt. Wir haben es die ganze
Strecke wegen dem Wind nicht bemerkt, jetzt sind wir total verbrannt. Hinterher
ist man halt schlauer.......
Das ganze hört sich jetzt wie eine Leidensgeschichte an. IST es auch.
Sowas machen wir auch nicht wieder.
Naja. Wahrscheinlich wissen wir es wieder erst hinterher, daß wir
es gar nicht machen wollten.....
Aber einige Turmerkundungen plant man eben nicht im Vorraus. Da kommt dann
so eine Geschichte bei raus.
Kalte
Getränke gibt es im Store und nach einer kleinen Stärkung sind
wir dann Richtung Santa Barbara. Dort haben wir den "Turm" nicht
gleich gefunden, aber mit GPS und Seekarte wieder angepeilt. Der "Turm"
steht wieder im eingezäunten Gebiet (stand nicht mal dran was es dort
war) und ist eigentlich nix dolles. Sieht aus wie ein großer Lüftungsschacht.
Was auch immer darin leuchtet sieht man nur vom Meer. Versuche Fotos diesbezüglich
zu machen scheiterten an der unwegsamkeit und den Privatgrundstücken
drum herum.
Am Ende bin ich in einen Baum geklettert um freie Sicht zu bekommen und
über den Zaun zu blicken.
Aber ich denke der ganze Aufwand lohnt sich eigentlich nicht !!!!

(Den alten Scheinwerfer
mit Beschreibung fanden wir dann später im Coast-Guard-Museum beim
Leuchtturm Point Vicente)
Wir
könnten jetzt noch eine Leidensgeschichte anderer Art schreiben, aber
wir sagen einfach nur, daß wir Ventura mit allen Abfahrten und den
meisten Hauptstraßen jetzt kennen.....
Spät in der Nacht haben wir dann rausgefunden wann ein Schiff nach
Anacapa Island fährt.
Genau !!!! Was war heute für ein Tag??? Genau! Noch
Fragen !!???!
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