| Pacific-Coast 2003 |
Eine Leuchtturmtour
in Californien, die sich dann doch bis Oregon und Washington ausdehnte.
WA-North Head bis CA-Point Loma
5.Tag
Cape Arago - Umpqa River - Heceta Head - Yaquina Bay - Yaquina Head - Cape
Meares
Übernachtung in Seasite
Der
Highway 101 ist die optimale Leuchtturmstrecke - Jedenfalls zwischen Trinidad
- Oregon gesamt - bis Washington. Alle Türme sind nicht sehr weit vom
Highway entfernt. Allerdings haben wir uns erklären lassen, daß
hier nicht in mi/km gesprochen wird sondern in hours/Std. Das haben wir
auch schnell begriffen, da unsere Streckenplanung ganz flick über'n
Haufen geworfen wurde. Einige Abschnitte kommt man wegen Orten oder auch
sehr kurvigen Strecken nicht so gut vorran.
Naja. Die schlimmsten Abschnitte haben wir hinter uns und waren auch auf
dem HWY 1.
An diesem schönen sonnigen Morgen haben wir trotz aller gelesenen und
auch gehörten schlechten Infos (Der Turm sei nicht zu erreichen und
nur vom weiten zu fotografieren) auf die Suche von "Cape Arago"
gemacht.

Ist ja nicht unsere erste Tour und irgendwie finden wir schon die kleine
versteckte Lücke um den Leuchter vor die Linse zu bekommen.....
Der "Lighthouse Way" ist verständlicher Weise von den Einwohnern
nicht ausgewiesen. Außerdem herrscht kpl. Parkverbot und am Ende ist
ein Gatter von der Coast Guard. Kein Durchkommen zum Turm also !!!!
Den kleinen steilen "Trail" kann man finden und dann auch zu einem
herrlichen Strand runterklettern.
Der Blick auf die Insel mit der Brücke vom Festland ist sehr schön.
Anja und ich waren am überlegen, ob wir nicht das letzte freie Grundstück
kaufen und dort bleiben. Man muß dort gestanden haben um dieses zu
verstehen.
Dennoch stiefelten wir zurück zur Hauptstraße und düsten
mit unserem Auto weiter Richtung Norden.
Der Leuchtturm "Umpqua River" ist direkt anfahrbar dafür
aber nicht zu besichtigen und auch nicht so toll zu fotografieren. Und wer
war auch dort. Unser Leuchtturmfreund (Tom). Und wieder haben wir uns unterhalten,
Tips ausgetauscht und gefachsimmpelt. "Tom" ist sein Name und
er kommt aus Washington.

Wer jetz in den "Gif-Shop" geht könnte einen Fehler für's
Leben machen. Es sei denn er ist so abgehärtet wie wir (und hat auch
schon eine eingerichtete Wohnung) sonst kann jeder dort so gut wie alles
kaufen was mit Leuchttürmen zu tun hat. Und ich wette, daß die
meisten sich gar nicht vorstellen können was es alles gibt. Dazu muss
man wirklich mal in so einem Shop stehen. Becher, Stempel, Gläser,
Lampen, Decken, Bausätze, Modelle, Kissen, Malbücher, Klorollenhalter,
Salzstreuer, Spiegel, usw usw. Viele schöne Dinge die man überhaupt
nicht braucht, aber irgendwie teilweise auch total geschmacklos...
Wir haben uns in ein Teil verliebt, aber das versuchen wir später zu
bekommen, weil es für's Handgepäck dann doch zu groß war.
(Sollte es klappen, dann berichte ich bestimmt darüber !!!!!)
Zum (meistfotografiertesten) "Heceta Head" sind wir zusammen mit
Tom gefahren. Auf der anderen Seite der Bucht hat man einen prima Fotopoint
und außerdem die Sealions unter sich im Wasser.
Der Parkplatz zum Turm ist zwar kostenpflichtig, da das Geld aber alles
für die State-Parks ist, finde ich es schon in Ordnung. Wir sind dann
alle den Trail rauf zum Turm. Ich habe noch nie auf englisch über Politik
oder unser Sozialsystem geredet. Aber die Amerikaner sind alle sehr interessiert
und stellen eine Menge fragen. Und ich mit meinem Englisch. Naja es wir
Tag für Tag aufgefrischter (ich vermeide das Wort "besser")
Am Turm angelangt waren wir gerade beim "Tax" in Deutschland und
der Umrechnung von $ in € und DM
Und was das alles hier kostet...
Die Volunteers wurden gleich mit einbezogen. Das wir auch überall auffallen
müssen :-)
Dafür haben sie auch prima Luechthuusaufkleber in's Gästebuch
bekommen und ich den letzten Übersichtsplan von Oregons Lighthouses.
Die Führung im Turm war wirklich sehr nett und das meiste hab ich auch
verstanden. Sonst hat Tom später noch was erklärt.
Nun wollte ich unbedingt noch den Fotopoint finden, wo alle den Turm fotografieren.
Jedenfalls alle die Bücher schreiben oder Postkarten drucken. (Anja
hat ihn auch als Wallpaper auf ihrem PC)
Da gibt es einen kleinen steilen Trail hinauf. Aber das war's für mich
noch nicht. Ich musste wieder in die Büsche hinab. Hab den Punkt auch
gefunden. Tom ist mir noch nach und ich vernahm nur sowas wie "You
are really crazy......". Die Fotos sind aber bestimmt einsame spitze,
auch wenn der Turm bei Sunset sicherlich schöner wirkt.

Sunset wollten wir mit Tom am "Cape Meares" machen. Wir hatten
aber noch drei Türme vor uns.
Sind dann schnell Richtung "Yaquina Bay". Auf dem Weg befindet
sich noch ein privater Turm (von dem zwar scheinbar schon jeder gehört
hat aber keine Fotos besitzt) der an einem Wohnhaus steht. Wir haben ihn
gefunden, aber auch nur von weitem abgelichtet. Er nennt sich Cape Perpetua.

"Yaquina Bay" haben wir pünktlich zum Schließen angetroffen. Somit gab es keinen Stempel und nur ein paar Fotos den Hang hinnauf.

"Yaquina Head" liegt wieder in einem State-Park und dieser kostet
Eintritt wenn man reinfahren will. Der Turm war heute geschlossen, aber
wir hatten eh keine Zeit mehr.
Leider war das Visitor-Center auch schon geschlossen und somit hier auch
nix mit Stempel zu holen.
Nun haben wir den Schumi gemacht (immer mit Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit)
und düsten dem Sonnenuntergang Richtung "Cape Meares" entgegen.
In Tillamook links ab und jetzt mit unerlaubten Geschwindigkeiten zum Turm
(wieder in einem Park - kostenlos)
Wer war schon dort ?? Genau !! TOM
Als wir ausstiegen texteten uns einige Damen zu: "...under construction...."
Egal. Die Sonne war schon rot. Wir mußten zum Turm. Die letzte 1/2mi
im Laufschritt. Tom war am winken.
Und der Turm ??? Voll eingerüstet und mit Plane verdeckt. "Shit"
war noch das netteste was ich rausbrachte...
Die Sunset-Bilder ohne Turm reißen das jetzt auch nicht mehr raus.

Wir haben dann noch lange gequatscht und die Dame, welche den State-Park
abschließen wollte wartete dann schon an unseren Autos.
Dafür sind wir dann in Tillamook schön essen gegangen. Tom wollte
sich aber nicht für morgen festlegen und wir wollten uns dann höchstens
zufällig (wie immer) am Lightschip in Astoria treffen.
Er gab uns noch einen Tip für zwei Türme in Washington. Dafür,
daß wir eigentlich nur Californien machen wollten sind wir aber ganz
schön in den Norden unterwegs. Aber wenn wir nun schon mal hier sind...
Die Strecke in der Nacht bis Seasite war verdammt hart und in Oregon wird
es auch richtig dunkel !!!!!
Um Mitternacht ein Motel finden war irgendwie auch nicht so einfach. Und
das angebotene Zimmer für 102$ wollten wir auch nicht. So wurde es
dann eine Motel, daß man landläufig auch Absteige nennt. War
nix Dolles aber für eine kurze Nacht reichte es.
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