| Pacific-Coast 2003 |
Eine Leuchtturmtour
in Californien, die sich dann doch bis Oregon und Washington ausdehnte.
WA-North Head bis CA-Point Loma
9.Tag
Molenfeuer Santa Cruz - Santa Cruz - Point Pinos - Point Sur - Piedras Blancas
Übernachtung in San Luis Obispo
Eine
traurige Nachricht:
Unser treuer Fön ist heute morgen von uns gegangen. Er starb nach einem
erfüllten Leben in verschiedenen europäischen Ländern nun
an Ventilatorverlust und durchgebrannter Heizspule. Schnell eingeleitete
Wiederbelebungen am offenen Technik-Inneren hat nix mehr genutzt.
Wir begruben ihn im engsten Familienkreis in einem Motel-Mülleimer
in Santa Cruz.
Nunja... Wir fuhren trotzdem schweren Herzens los zum "Molenfeuer Santa
Cruz - Walton-Lighthouse".
Er wurde gerade erst 2002 gebaut. Bei der Eröffnung hatte er noch eine
rote Binde. Nun hat er eine grüne Binde. Liegt wohl daran, daß
er halt auch ein grünes Licht beherbergt. Irgendwann haben die Erbauer
das wohl auch bemerkt.

Das "Santa Cruz Lighthouse" steht direkt anfahrbar am äußeren
Rand von der Bucht im Lighthouse-Park
Nicht so sehr interessant, aber trotzdem ein Foto wert. Das Surfer-Museum
im Inneren haben wir uns dann erspart

und
sind dann weiter auf dem HWY 1 nach "Point Pinos".
Unser Timing war nicht so gut, weil er erst 1 Stunde später aufmachte.
Wir haben ihn dann nur quer über den Golfplatz fotografiert. Das mußte
jetzt hier auch einfach reichen.

Der nächste Turm am HWY 1 ist "Point Sur".
Tja. Außnahmsweise waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Jeden Samstag gibt es zwei Touren zum Turm. Diese Touren dauern allerdings
3 Stunden, weil man zwar auf das Privatgelände rauffahren darf, dann
aber unten vor der "Felsinsel" parken muß. Der Rest des
Weges wäre dann auf Schusters Rappen.
Allerdings haben wir uns aus verschiedenen Gründen gegen die Tour entschieden.
So mußten wir halt ein paar Fotos von der Küstenstraße
aus machen.
Dazu sei erklärt, daß der Turm an einem großen Felsen-Berg
steht. Darauf sind scheinbar auch noch einige Gebäude (oder dergleichen)
die nicht ganz öffentlich sind. Der Felsen mit der Landzunge und dem
Küstenstreifen bis zum HWY sind jedenfalls gesperrt und ausgeschildert.
Nicht mal an den Strand vor dem Felsen kann man. So blieben uns nur die
Photo-Points an dem HWY.
Das Interessante an Ausschilderungen in diesem Lande ist nicht nur, daß
sehr klar draufsteht was verboten ist, sondern manchmal noch der §
den man sonst überschreitet und am häufigsten gleich die Geldstrafe
für die Übertretung.

Der nächste Turm ist "Piedras Blancas".
Wieder eine Landzunge die abgesperrt ist. Allerdings steht am Tor dran,
daß der Turm wohl gerade renoviert wird. Wollen wir es mal hoffen.
Sieht eh schon aus der Ferne nicht so dolle aus, weil man ihm in den 40er
Jahren die Laterne demontiert hat und seit dem nur noch ein Scheinwerfer
oben drauf ist. (Scheint irgendwie Mode zu sein...) Am HWY ist irgendwie
auch überall Parkverbot, aber darüber setzen sich die meisten
Leuchtturm-Foto"macher" hinweg.

Wir sind dann nach "San Luis Obispo" gefahren um den alten Leuchtturm
unsere Aufwartung zu machen.
Der steht am "Point San Luis" natürlich auf der Bucht-abgewanten-Seite.
Das ganze Gelände gehört zum "Diabolo Canyon Nuclear Power
Plant" Somit Zutritt nicht erlaubt. Der nette schwarze Mann mit dem
Maschinengewehr am Tor erklärte mir aber, daß jeden ersten Samstag
im Monat (also heute) eine geführte Gruppe über den Trail zum
Lighthouse gehen kann. Diese Gruppe von 11 Personen kam vor einer Stunde
zurück. Geiles Timing!!! Gelle !! Wir sind dann noch den Pier rausgewandert,
aber von dort kann man ihn auch nicht sehen.
Wir saßen dann eine ganze Zeit im Auto und versuchten Pläne zu
schmieden.
Irgendwie kamen wir auf den Trichter, daß die Türme in North-Carlifornia
bis Washington uns nur erwarteten und offen standen. Tja. Und im Süden
irgendwie alles verrammelt und verschlossen ist. Wir haben bis jetzt kaum
Postkarten von den Türmen bekommen und noch keinen einzelnen Stempel.
Die weiteren Türme lassen uns auch nicht viel hoffen. Entweder nur
einen Tag im Monat offen, stehen auf Coast Guard Gelände, auf Inseln,
Privatgelände oder auf einer Air Force Station. Da war die Stimmung
etwas runter.....
Ich habe mich dann entschlossen nicht aufzugeben und irgendwie einen "Wasser"-Weg
zu finden.
Der nette Mensch von der Harbor Patrol kam mir den Tip mit dem "Water-Taxi".
Wir schließen diesen Abend nach einem alten Motto von mir:
"Trenne Dich nicht von Deinen Illusionen.
Du wirst weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben !!!"
Also sehen wir mal was uns unsere Illusionen morgen bringen.....
Ach
ja. Über verstopfte Klos mit überlaufenden Wasser schreibe ich
dann ein anderes Mal.
War ein lustiger Abend.....
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