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Sonderbericht Leuchtturm - Oberfeuer Eversand |


Oberfeuer soll Touristen anlocken Wenn milde Witterung aufzieht, wollen Spezialisten das imposante Bauwerk mit Hilfsstützen sichern. Danach werden ihm die vier Metallfüße «abgeschnitten». Nach dem Absenken auf Schwimmpontons ziehen Schlepper die rund 100 Tonnen schwere Konstruktion aus genietetem Stahl zum neuen Standort. Nur wenige Kilometer von der alten Position entfernt, soll das alte Oberfeuer Touristen anlocken: Nach dem Aufstieg in luftiger Höhe bekommen sie den Überblick über die grandiose Wattenmeerlandschaft. Ausgleichsmaßnahmen für frühere Umweltsünden Einen Großteil der Umsetzungskosten von rund 1,8 Millionen Euro übernimmt Bremen. Das Land finanziert damit Ausgleichsmaßnahmen für frühere Umweltsünden: Bis Mitte der 90er Jahre hatte Bremen ausgebaggerten und zum Teil giftigen Hafenschlick im Wurster Arm, einem Nebenfahrwasser der Weser, verklappt. Nicht so legendär wie der berühmte Leuchtturm «Roter Sand» in der Nordsee, nicht so pittoresk wie der aus dem Blödel-Film von Komiker «Otto» bekannt gewordene Leuchtturm bei Pilsum in Ostfriesland: Das Oberfeuer Eversand stand stets abseits der Touristenkameras. Vom Festland war er nur als schmaler, dunkler Strich zu sehen. Im Jahr 1886 hatte die später in Konkurs gegangene Bremer Werft AG Weser den Turm gebaut. Seit 1905 strahlte sein modernes Petroleumglühlicht über 20 Kilometer in die Dunkelheit. Bei Nebel gaben zwei Männer der Turmbesatzung mit einer Glocke Schallsignale. Dazu machte ein Seekabel die Übermittlung von Meldungen ins Telegrafennetz möglich. Zufluchtsstätte für Schiffbrüchige Doch mit den steten Veränderungen von Sänden und Strömungen an der Küste kam bereits 1923 das Aus. Das Hauptfahrwasser der Weser wurde verlegt, im jetzt bedeutungslosen Turm wurde das Feuer gelöscht. Gelegentlich nutzten noch Segler die Wohnstube der Leuchtturmwärter als Wochenendziel: Bis zum Jahr 2000 war das Oberfeuer in amtlichen Seekarten als «Zufluchtsstätte für Schiffbrüchige» verzeichnet. Wegen dieser Funktion wurde er immer wieder vor dem Abriss gerettet. Ein Leuchtturm gehört auf See «Zu schade zum Verschrotten», findet auch Klaus Wonneberger von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer in Wilhelmshaven. Viele Wassersportler an der Küste zweifeln dagegen am Sinn der teuren Versetzungsaktion. Kommentar eines Seglers: «Ein Leuchtturm gehört auf See und nicht an Land.» | ||||||
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18.02.2003
Leuchtturm Eversand wird an neuer Position zu Touristenattraktion
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