Sonderbericht Leuchtturm - Oberfeuer Eversand

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Leuchtturm Eversand Oberfeuer
Unten Vierbein-Stahlfachwerkkonstruktion mit stählernem Turmaufbau
Standort 53° 44,91' N    08° 20,78' E   (WGS 84)
34 56 953    59 57 687   (GK)
Weser-km 92,3
Baujahr 1886/87
Wassertiefe OK Watt rd. NN - 1m
Gründung Brunnenfundamente
Bauwerkshöhe rd. NN 35m
Leuchtfeuer gelöscht
Funktion keine mehr
Weitere Ausstattung - - -



Ab den zwanziger Jahren des 19.Jh. verlief die tiefere Weserrinne durch das Dwarsgat und den Wurster Arm östlich der Robbenplate entlang. Den schon länger andauerden Forderungen nach einer nächtlichen Befahrungsmöglichkeit der gesamten Aussenweser bis Bremerhaven wurde 1886 für diesen Bereich mit der gleichzeitigen Ausschreibung zum Bau von drei Leuchttürmen entsprochen. Meyers Legde (alt) sollte als einzelnes Leitfeuer durch das breite Dwarsgat führen. Für den daran anschliessenden schmalen Wurster Arm war eine Richtfeuerlinie, bestehend aus Eversand Oberfeuer und Eversand UF erforderlich. Für das Leuchtfeuer wurde jeweils eine Gürteloptik installiert, für die Eversand Türme mit je 500 mm Brennweite, für Meyers Legde mit 250 mm. 1922-28 liess der Wasserbauer Ludwig Plate die Verlegung des Fahrwassers vom Wurster Arm in den Fedderwarder Arm durchführen. Hierfür wurden neue Leuchtfeuer erforderlich. Die Feuer der 3 Türme waren aus nautischer Sicht nicht mehr erforderlich und wurden 1923 gelöscht.

Eversand Oberfeuer wurde als Rettungsbake weiter unterhalten. Eine andere Nutzung als Schiffahrtszeichen ergab sich nicht mehr, sodas der alte Zustand und die alte Einrichtung weitgehend erhalten blieb. In dem Winter 1994/95 beschädigte Eisgang die Unterkonstruktion schwer. Eine Sanierung scheiterte an den zu hohen Kosten. Da die Standsicherheit des Turmes z. Zt. nicht gegeben ist, ist die Funktion als Rettungsbake aufgehoben. Das WSA Bremerhaven wird das Bauwerk nicht weiter unterhalten können und sucht seit 1999 nach einem möglichen neuen Träger. Ein Vorhaben zeichnet sich dabei immer deutlicher ab. Die Nationalparkverwaltung Niedersächisches Wattenmeer, die Samtgemeinde Land Wursten, das Hansestadt Bremische Hafenamt Bremerhaven, der Deichverband Land Wursten und der Förderverein Leuchtturmdenkmal Obereversand planen ein komplettes Versetzen des Turmes bis dicht an die Hochwasserlinie nahe des Hafens Dorum-Neufeld. Hier soll der Turm in einen Naturlehrpark eingebunden werden und touristischer Anziehungspunkt werden. Die Ausführung ist für 2002 geplant.

 

Leuchtturm Eversand Unterfeuer
Unten Vierbein-Stahlfachwerkkonstruktion mit stählernem Turmaufbau
Standort 53° 44,37' N    08° 21,39' E   (WGS 84)
34 57 611    59 56 671   (GK)
Weser-km 91,2
Baujahr 1886/87
Wassertiefe OK Watt rd. NN - 1m
Gründung Brunnenfundamente
Bauwerkshöhe rd. NN 22m
Leuchtfeuer gelöscht
Funktion Kormoran-Nistplatz
Weitere Ausstattung - - -



Ab den zwanziger Jahren des 19.Jh. verlief die tiefere Weserrinne durch das Dwarsgat und den Wurster Arm östlich der Robbenplate entlang. Den schon länger andauerden Forderungen nach einer nächtlichen Befahrungsmöglichkeit der gesamten Aussenweser bis Bremerhaven wurde 1886 für diesen Bereich mit der gleichzeitigen Ausschreibung zum Bau von drei Leuchttürmen entsprochen. Meyers Legde (alt) sollte als einzelnes Leitfeuer durch das breite Dwarsgat führen. Für den daran anschliessenden schmalen Wurster Arm war eine Richtfeuerlinie, bestehend aus Eversand Oberfeuer und Eversand UF erforderlich. Für das Leuchtfeuer wurde jeweils eine Gürteloptik installiert, für die Eversand Türme mit je 500 mm Brennweite, für Meyers Legde mit 250 mm. 1922-28 liess der Wasserbauer Ludwig Plate die Verlegung des Fahrwassers vom Wurster Arm in den Fedderwarder Arm durchführen. Hierfür wurden neue Leuchtfeuer erforderlich. Die Feuer der 3 Türme waren aus nautischer Sicht nicht mehr erforderlich und wurden 1923 gelöscht.

Eversand Unterfeuer wurde nach 1923 erstmal nicht weiter genutzt. Innen soll der Turm irgendwann vollständig ausgebrannt sein. Als die Zahl der Kormorane immer weiter abnahm, wurde der Turm 1982 für eine neue Aufgabe instandgesetzt. Lattenroste und Kartoffelkörbe wurden aussen in mehreren Etagen als Nistmöglichkeiten angebracht. Von den Kormoranen wurde der Turm gut angenommen, der ehemals schwarze Turm präsentiert sich heute durch die Ausscheidungen der Vögel nahezu weiss.

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