|
Ab den zwanziger Jahren des 19.Jh. verlief die tiefere Weserrinne
durch das Dwarsgat und den Wurster Arm östlich der Robbenplate entlang.
Den schon länger andauerden Forderungen nach einer nächtlichen Befahrungsmöglichkeit
der gesamten Aussenweser bis Bremerhaven wurde 1886 für diesen Bereich
mit der gleichzeitigen Ausschreibung zum Bau von drei Leuchttürmen
entsprochen. Meyers Legde (alt) sollte als einzelnes Leitfeuer durch
das breite Dwarsgat führen. Für den daran anschliessenden schmalen
Wurster Arm war eine Richtfeuerlinie, bestehend aus Eversand Oberfeuer
und Eversand UF erforderlich. Für das Leuchtfeuer wurde jeweils eine
Gürteloptik installiert, für die Eversand Türme mit je 500 mm Brennweite,
für Meyers Legde mit 250 mm. 1922-28 liess der Wasserbauer Ludwig
Plate die Verlegung des Fahrwassers vom Wurster Arm in den Fedderwarder
Arm durchführen. Hierfür wurden neue Leuchtfeuer erforderlich. Die
Feuer der 3 Türme waren aus nautischer Sicht nicht mehr erforderlich
und wurden 1923 gelöscht.
Eversand Oberfeuer wurde als Rettungsbake weiter unterhalten. Eine
andere Nutzung als Schiffahrtszeichen ergab sich nicht mehr, sodas
der alte Zustand und die alte Einrichtung weitgehend erhalten blieb.
In dem Winter 1994/95 beschädigte Eisgang die Unterkonstruktion schwer.
Eine Sanierung scheiterte an den zu hohen Kosten. Da die Standsicherheit
des Turmes z. Zt. nicht gegeben ist, ist die Funktion als Rettungsbake
aufgehoben. Das WSA Bremerhaven wird das Bauwerk nicht weiter unterhalten
können und sucht seit 1999 nach einem möglichen neuen Träger. Ein
Vorhaben zeichnet sich dabei immer deutlicher ab. Die Nationalparkverwaltung
Niedersächisches Wattenmeer, die Samtgemeinde Land Wursten, das Hansestadt
Bremische Hafenamt Bremerhaven, der Deichverband Land Wursten und
der Förderverein Leuchtturmdenkmal Obereversand planen ein komplettes
Versetzen des Turmes bis dicht an die Hochwasserlinie nahe des Hafens
Dorum-Neufeld. Hier soll der Turm in einen Naturlehrpark eingebunden
werden und touristischer Anziehungspunkt werden. Die Ausführung ist
für 2002 geplant.
|