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DIE »kleine« TECHNIKSEITE |
Schwimmende Schiffahrtszeichen Schwimmende Schiffahrtszeichen sind Feuerschiffe, seltener Leuchtflöße und Tonnen.Bei Feuerschiffen handelt es sich um eigens für ihren Zweck erbaute und deutlich als solche gekennzeichnete Schiffe, die an schiffahrtswichtigen Punkten verankert werden – wie zum Beispiel das Feuerschiff „Elbe“ vor der Elbmündung. Bei Dunkelheit und unsichtigem Wetter zeigen sie ein Leuchtfeuer, und sie geben Nebelschallsignale. Bei den Tonnen unterscheidet man je nach ihrer Form zwischen Leucht-, Baken-, Spieren-, Spitz-, Stumpf-, Kugel-, Faßtonnen und Stangen. Darüber hinaus gibt es noch Heul-, Glocken-, und Großtonnen. Als Toppzeichen der Tonnen (wenn vorhanden) gibt es verschiedene Formen, zum Beispiel Kegel, Zylinder, Bälle. |
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| Feste
Schiffahrtszeichen Als feste Schiffahrtszeichen an Land kennen wir vor allem die Leuchttürme, die, weithin sichtbar an auffälliger Stelle stehend, die wichtigsten Ansteuerungszeichen darstellen. Die Leuchttürme eines Küstenbereichs sind absichtlich sehr unterschiedlich in Form, Farbe und Material, damit man sie daran eindeutig ausmachen kann. Sie lassen sich im übrigen mit Hilfe der Seekarte sowie von Seehandbuch und Leuchtfeuerverzeichnis indentifizieren. Weitere feste Schiffahrtszeichen sind Baken, Dalben, Stangen und Pricken. Nebenfahrwasser werden oft nur durch Stangen markiert, die ein Toppzeichen tragen, oder aber auch durch Pricken, junge Bäume oder Baumzweige, die ebenso wie die Stangen in den Grund gesteckt werden. |
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| Nachtzeichen
- Leuchtfeuer Auch dem Schiff, das sich nachts der Küste nähert, muß ein rechtzeitiges Erkennen seines Schiffsortes ermöglicht werden. An der Küste sind deshalb weittragende Leuchtfeuer aufgestellt oder Feuerschiffe, Großtonnen und Leuchttonnen ausgelegt |
| Tragweite
und Sichtweite Wovon hängt es eigentlich ab, in welcher Entfernung wir ein Feuer noch einwandfrei ausmachen können? Es leuchtet ein, daß es ein Unterschied ist, ob wir ein Feuer bei strömendem Regen oder bei sehr guter Fernsicht erkennen wollen. Außerdem ist natürlich von Bedeutung, wie stark, das heißt wie hell das Feuer scheint. Das Leuchtfeuerverzeichnis gibt die sogennante Nenntragweite an. Das ist die Entfernung, in der man bei guter Sicht das Feuer noch einwandfrei ausmachen kann. Etwas genauer: bei einer meteorologischen Sichtweite von 10sm am Tage, wenn wir also am Tage 10sm weit sehen können. Wenn die Sichtverhältnisse besser oder schlechter sind, dann sehen wir das Feuer nicht in der angegebenen, sondern in einer größeren oder kleineren Entfernung. Der dann von uns festgestellte wirkliche Wert heißt Tragweite. Die Tragweite ist also von den Sichtverhältnissen abhängig. Nun ist das aber nicht allein dafür entscheidend, in welcher Distanz wir ein Feuer sehen können. Da gibt es noch die Sichtweite. Wir verstehen darunter den Abstand vom Feuer, in dem wir das Feuer bei einer bestimmten Augenhöhe gerade in der Kimm haben. Unsere Augenhöhe ist dabei der Abstand der Augen von der Wasseroberfläche. Auf der Brücke eines großen Seeschiffes sind das vielleicht 18m, bei einem Sportfahrzeug vielleicht nur 2m. In der Abbildung sieht man vom Standort 1 des Schiffes aus das Feuer gerade in der Kimm, vom Standort 2 befindet es sich über der Kimm, und vom Standort 3 aus ist es überhaupt nicht auszumachen. Je höher der Turm und je größer die Augenhöhe, desto größer die Sichtweite. |
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| Kennungen
Wenn man in stockfinsterer Nacht allein am Feuer erkennen soll, wo man ist, dann müssen die einzelnen Feuer natürlich Zeichen geben, die sich stark voneinander unterscheiden.Unterschiede kann man erzielen, indem man die Farbe der Lichterscheinungen ändert ( weiß, grün, rot, gelb) oder die Dauer der Aufeinanderfolge der Lichterscheinungen verschieden wählt. Jedes Feuer hat eine Kennung, die im Leuchtfeuerverzeichnis ebenso wie in der Seekarte abgekürzt wiedergegeben ist. Die vorübergehenden Lichterscheinungen, die durch Verdunklungen oder Änderungen der Stärke des weißen oder farbigen Lichtes entstehen, heißen Scheine, Blinke und Blitze. Ein Schein ist ein Licht zwischen zwei verhältnismäßig kurzen Verdunklungen. Ein Blink ist das Aufleuchten von mindestens 2 s Dauer aus einer im Verhältnis zur Lichterscheinung langen Dunkelheit oder aus schwachem Licht heraus. Ein Blitz ist ein Blink von weniger als 2 s Dauer ( bei deutschen Feuern beträgt die Zeitdauer für den Blitz im allgemeinen höchstens 1 s). Diese Lichterscheinungen werden einzeln oder in Gruppen angeordnet gegeben. Auch die Dauer des ganzen Signals - die Wiederkehr - vom Eintritt einer bestimmten Taktkennung, ist bei benachbarten Feuern sehr unterschiedlich, um Verwechslungen zu vermeiden. |
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Leitfeuer · Richtfeuer · Quermarkenfeuer · Torfeuer
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Richtfeuer (Leading lights, Ldg, alte Abkürzung: Rcht-F.) sind Feuer, die zu zweien durch Deckpeilung den Verlauf eines Fahrwassers bestimmen. Dabei wird die Richtung der Feuerlinie ( Richtfeuerlinie ) rechtweisend von See (vom Boot) aus gerechnet. In einigen Fällen wird zusätzlich die Gegenpeilung angegeben. Richtfeuer bestehen aus einem Oberfeuer und einem Unterfeuer. Sie haben in der Regel als Kennung Oc (Ubr.) = unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechungen oder Iso (Glt.) = Gleichaktfeuer und sind gleichgängig, das heißt, sie zeigen zur gleichen Zeit die gleiche Lichterscheinung. Hält man die Feuer in Deckung, so befindet man sich genau in der Mitte des Fahrwassers. Kommt man heraus, so wandert das Unterfeuer zur entgegen gesetzten Seite aus. Will am also im Fahrwasser rechts fahren, so muß man das Unterfeuer links vom Oberfeuer halten. Achtung: Es kann vorkommen, daß sich das Oberfeuer im Wasser spiegelt, und so ein Unterfeuer vortäuscht. |
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In manchen Revieren findet man zwei Feuer gleicher Höhe, Lichtstärke und Kennung als Tor an beiden Seiten des Fahrwasssers angeordnet, zwischen denen man hindurchzusteuern hat. Man nennt sie Torfeuer. Manchmal sind ganze Torfeuerketten angebracht, wie etwa die Uferbefeuerung des Nord-Ostsee-Kanals. Kommt man bei einer derartigen Uferbeleuchtung an eine Seite des Fahrwassers, bewegen sich die Feuer aufeinander zu, während sie auf der anderen Seite auseinanderstreben. |